Steinheimer Familien und Generationenzentrum in Trägerschaft der evang. Kirchengemeinde Steinheim am Main

Alle 6 Sekunden infiziert sich ein Mensch mit dem HI-Virus.                  
Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an AIDS.

Aktionsbündnis

Aktionsbündnis gegen AIDS

In Anbetracht der Tatsache, dass zur Zeit weltweit zwischen 48 und 50 Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit, hervorgerufen durch das HI-Virus, erkrankt sind, sind wir als Evangelische Kirche Steinheim dem Vorbild unserer Landeskirche gefolgt und dem Aktionsbündnis im Jahre 2004 beigetreten.

Das weltweite Bündnis besteht aus über 64 Kirchen fast aller christlichen Glaubensgemeinschaften. In Deutschland gehören ihm über 60 Kirchen und kirchliche Organisationen der Evangelischen und Katholischen Kirche an.

Über 1.000 Basisgruppen, zu denen in unserer Region neben der Evangelischen Kirche Steinheim auch das katholische Dekanat Seligenstadt, Brot für die Welt und Missio gehören, stehen für das Motto: Leben ist ein Menschenrecht!

Wir wollen uns nicht damit abfinden,

  • dass das elementare Menschenrecht auf Leben und Gesundheit verweigert wird und zu einer Frage von Armut und Reichtum geworden ist.
  • dass Millionen von Menschen, die an HIV/AIDS erkrankt sind, sterben und dass täglich Tausende Neuinfizierte hinzukommen.
  • dass finanziellen Mittel fehlen, um die nötigen Maßnahmen zur Vor-beugung und Behandlung der Krankheit ergreifen zu können.

Darum verbinden wir mit dem Motto „Leben ist Menschenrecht“ folgende Forderungen:

Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, sich angemessen an der Bereitstellung von Finanz-mitteln für wirksame Präventionsprogramme und die menschenwürdige Versorgung der Be-troffenen zu beteiligen und die versprochenen Einzahlungen in den „Globalen Fonds“ einzu-zahlen und nicht mit sonstigen Entwicklungshilfegeldern zu verrechnen. Nur so kann auch die USA bewegt werden, die zugesagten Mittel von 1 Mrd. US$ einzuzahlen.

Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich entschieden für einen Schuldenerlass der von HIV/AIDS betroffenen Länder einzusetzen, damit die dann im jeweiligen Landeshaushalt frei werdenden Mittel statt für Zinszahlungen für die Bekämpfung der Krankheit eingesetzt werden können. – Werden wir in 20 bis 30 Jahren überhaupt noch Zinsen erhalten können von Ländern, in denen kaum noch Menschen leben?

Wir geben zu Bedenken, dass der Titel des für die Präventionsarbeit zuständigen „Bundes-ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ für manche Länder ein Problem darstellt und somit die Präventionsarbeit erschwert. Die Länder Osteuropas, in denen eine enorme Steigerungsrate von HIV-Erkrankungen zu beobachten ist, zeigen sich brüskiert, von einem „Entwicklungshilfeministerium“ Hilfen zu erhalten. Sie sehen sich nicht als Entwicklungsland, wie z. B. ein afrikanisches Land, und interessieren sich nicht für ihre Betroffenenzahlen. Sie ignorieren und stigmatisieren das menschliche Leid und das qualvolle Sterben ihrer Menschen, um ein gutes Außenbild abzugeben.

Neben der Bundesregierung fordern wir von der pharmazeutischen Industrie, dass lebensnotwendige, unentbehrliche Medikamente für die Behandlung von HIV-Infizierten in wirtschaftlich ärmeren Ländern zum Produktionskostenpreis abgegeben werden und diese Länder nicht an der Ausübung von Zwangslizenzen und Parallelimporten gehindert werden. Bei einer Zahl von 50 Millionen Betroffenen, die lebenslang mit Medikamenten behandelt werden müssen, ist die Medikamentenherstellung ein riesiges Geschäft.

Aus menschlicher Verantwortung sind wir dieser Basisgruppe beigetreten, da wir als Christen ein wenig dabei helfen können, indem wir diese Forderungen verbreiten. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, die Bundesregierung und die Industrie zum Handeln und Helfen zu bewegen.

In diesem Bestreben arbeiten wir in Steinheim zusammen mit der AIDS-Hilfe Hanau e. V. für den Main-Kinzig-Kreis und den Katholischen Kirchengemeinden St. Johann-Baptist und St. Nikolaus sowie den Katholischen Frauen Deutschland im Bistum Mainz.

Wir führen regelmäßig folgende jährliche Veranstaltungen durch:

  • im Sommer: Gottesdienst zum „Morgen der Solidarität“
  • am 1. Adventabend: Gottesdienst zum „Weltaidstag“

Schon notiert?

Zum Seitenanfang