Menu
Menü
X

Erinnern und Gedenken

Gedenken an die Zerstörung der neuen Steinheimer Synagoge vor 83 Jahren

Am Freitag, den 10. November um 10.00 Uhr findet an der ehemaligen neuen Steinheimer Synagoge in der Ingelheimstr. 12 wieder eine Gedenkveranstaltung zur gewaltsamen Zerstörung der neuen Synagoge, wie von Geschäften und Einrichtungen in Steinheim/M vor 83 Jahren statt.

Nachdem im vergangenen Jahr Corona-bedingt nur ein stilles Gedenken möglich war sollen in diesem Jahr wieder der Geschehnisse mit Dokumenten und Augenzeugenberichten aus jener Zeit öffentlich gedacht werden.

Eine von der SA Brigade 50 (Starkenburg) am 10. 11. 1938 um 3:00 Uhr angeordnete Sprengung oder in Brand Setzung der Synagoge unterblieb lediglich, da sich in dem Haus auch die Wohnung des christlichen Hausmeisters der jüdischen Gemeinde befand.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird es ein Gedenken an den bereits verlegten Stolpersteinen geben.

Die Veranstaltung an der ehemaligen Synagoge, wie auch das anschließende Gedenken an den verlegten Stolpersteinen werden von der Initiative „Runder Tisch Erinnern und Gedenken“ getragen. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Bürgern Steinheims, dem ökumenischen Arbeitskreis der Kath. Kirchen St. Nikolaus und St. Johann-Baptist, der Evang. Kirche Steinheim/M und dem Steinheimer Heimat- und Geschichtsverein e.V.

Mit Gedenkveranstaltungen, Ausstellungen, der Verlegung von „Stolpersteinen“ einem Kunstprojekt des Künstlers Gunter Demnig und der symbolischen Widerherstellung des alten Jüdischen Friedhofs hat die Initiative in den vergangenen Jahren die Erinnerung im Alltag wachgehalten. Zugleich versteht sie dies als Mahnung, wachsam und entschieden jeglichem Rassismus und Ausgrenzungen von Menschen mutig entgegen zu treten. So hat die Initiative auch 2014 die unwürdigen Zustände in der Flüchtlingsunterkunft in der Ludwigstraße 60 durch einen offenen Brief an den Steinheimer Ortsbeirat in die öffentliche Diskussion gebracht und hat sich daraus die Ökumenische Flüchtlingshilfe Steinheim entwickelt.

Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann sich an den Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins e.V. Burkhard Huwe oder die Pfarrerin der Evang. Kirchengemeinde Heike Zick-Kuchinke wenden. Spenden für die Arbeit der Initiative können gerichtet werden an: Evangelische Kirchengemeinde,  Konto-Nr. 5511097 bei der Frankfurter Volksbank BLZ 50190000.


top