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Wahlen in der neuen Dekanatssynode

Präses Dr. Grevel bleibt am Synodensteuer

Die Zweite Synode des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau hat sich konstituiert und den seitherigen Vorsitzenden Dr. Michael Grevel aus Egelsbach im Amt bestätigt.

Zahlreiche Wahlentscheidungen beschäftigten die über 70 Mitglieder bei der Konstituierung der II. Synode des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau. Im Verlauf der Pandemie-bedingten Online-Tagung bestimmten die Delegierten aus den 28 Dekanatsgemeinden ihren Vorstand, die Delegierten in die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie Vertreter*innen in weiteren Gremien.

Mit großer Mehrheit bestätigte die Synode im Beisein des neuen Propstes für Starkenburg, Pfarrer Stephan Arras, als erste Wahlhandlung den Egelsbacher Dr. Michael Grevel als ihren Vorsitzenden im Amt. Dekan Steffen Held gratulierte dem alten und neuen Präses im synodalen Technik- und Moderationszentrum im Haus der Kirche Langen.

Stellvertretender Präses bleibt Dr. Rainer Hollmann aus Seligenstadt. Auch im übrigen Dekanatssynodalvorstand gibt es kaum Veränderungen: Der Offenthaler Pfarrer Marcus Losch übernimmt für seine Kollegin Silke Henning aus Neu-Isenburg, die nicht mehr kandidierte. Weitere Mitglieder im „DSV“ sind und bleiben Dr. Markus Domschke (Urberach), Brigitte Jahn-Lennig (Neu-Isenburg), Rolf Müller (Langen), Bernhard Rücker (Nieder-Roden) und Ute Zanger (Dietzenbach) sowie die Pfarrer*innen Christina Koch (Dudenhofen), Sven Sabary (Heusenstamm) und Sandra Scholz, die auf der regionalen Pfarrstelle für Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung arbeitet. 

 

Hintergrund: Dekanatssynode und Dekanatssynodalvorstand

Die Synode des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau setzt sich aus gewählten Vertreter*innen der Kirchenvorstände von 28 Kirchengemeinden im Kreis Offenbach und den Hanauer Stadtteilen Klein-Auheim und Steinheim zusammen. Sie ist das Parlament der Evangelischen Kirche auf Dekanatsebene und trifft Entscheidungen, die das Dekanat und seine Arbeit betreffen. Außerdem entsendet sie Mitglieder in die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), auch "Landessynode" genannt. Zu Beginn ihrer in der Regel sechsjährigen Amtszeit wählen die Dekanatssynodalen den "Dekanatssynodalvorstand (DSV)", der die Geschäfte des Dekanats führt, sowie einen oder eine so genannte "Präses" (= Vorsitzende*r). Zu den Aufgaben des Dekanatssynodalvorstands zählen Personalangelegenheiten der ca. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dekanatsteams, die Gestaltung des Dekanatshaushalts, die Vorbereitung der Synodentagung, die Durchführung sowie die Umsetzung von Beschlüssen des Kirchenparlaments. Dekan oder Dekanin und seine oder ihre Stellvertretung werden ebenfalls für sechs Jahre gewählt. Sie gehören dem DSV qua Amt an.

 

Wechsel bei den Kirchensynodalen

Teils neue Mitglieder entsendet das Evangelische Dekanat Dreieich-Rodgau in die Kirchensynode als „maßgebendes Organ“ der gesamten Landeskirche: Zusammen mit den erfahrenen Landessynodalen Brigitte Jahn-Lennig und Jutta Trintz (Langen) übernehmen künftig der Seligenstädter Norbert Schweitzer als weiteres Gemeindemitglied sowie Pfarrerin Sandra Scholz und Pfarrer Thomas Reitz (Mainhausen) Verantwortung für die Geschicke der Landeskirche.

Die Kirchensynode der EKHN, auch als "Landessynode" bezeichnet, ist das oberste Beschlussorgan der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Sie setzt sich wie die Dekanatssynode aus ehrenamtlich Mitarbeitenden und aus Pfarrerinnen und Pfarrern zusammen. Rund zwei Drittel der Kirchensynode sind Ehrenamtliche. Die Synode verabschiedet Kirchengesetze, kontrolliert die Verwaltung und die Kirchenleitung, wählt Repräsentant*innen und leitende Mitarbeitende und fasst Grundsatzbeschlüsse zu theologischen, kirchenpolitischen und gesellschaftlichen Fragen.   

Weitere Beauftragungen: Verwaltung und Diakonie

In der Verbandsvertretung der Evangelischen Regionalverwaltung Starkenburg-Ost arbeiten künftig Jutta Trintz, der Langener Ulrich Vedder, Norbert Schweitzer und Bernhard Rücker mit. Die Regionalverwaltungen sind Verwaltungszentren für die Kirchengemeinden, Dekanate und Einrichtungen in der Region. Die Regionalverwaltungsverbände sind selbstständige Körperschaften des öffentlichen Rechts. Ihre Mitglieder sind die Dekanate der jeweiligen Verwaltungsregion. Derzeit gibt es im Kirchengebiet der EKHN zwölf Regionalverwaltungsverbände mit je einer Regionalverwaltung als Dienststelle.

Zur Diakonie-Beauftragten wählte die Synode Ute Zanger. Dekan Steffen Held und Pfarrerin Sandra Scholz vertreten das Dekanat künftig im Verwaltungsrat des regionalen Diakonischen Werks Offenbach-Dreieich-Rodgau, Brigitte Jahn-Lennig übernimmt die Vertretung in der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen.

 

Dank und Ausblick auf weitere Themen und Wahlen

„Wir danken allen Kandidat*innen für ihre Bereitschaft, die evangelische Kirche in den kommenden sechs Jahren in den verschiedenen Ämtern mitzugestalten und wünschen den Gewählten Gottes Segen für die kommenden Aufgaben und Entscheidungen“, gratulierte Steffen Held persönlich und auf den Social-Media-Kanälen des Kirchenkreises allen künftigen Mandatsträger*innen zu ihrer Wahl.

Der bisherige und künftige Vorsitzende der Synode, Dr. Michael Grevel, verwies noch einmal auf die weiteren Synodentagungen in diesem Jahr: Am Donnerstag, 3. März, um 18 Uhr tritt das regionale Kirchenparlament noch einmal online zusammen, um dann eine stellvertretende Dekanin oder einen stellvertretenden Dekan zu wählen und sich mit dem landeskirchlichen Zukunftsprozess EKHN 2030 zu befassen. Die Besetzung der Ausschüsse des Dekanats und weitere Beauftragungen sind ebenfalls noch in der ersten Jahreshälfte vorgesehen. 


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