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Verbindendes Ritual mit den ökumenischen Initiativen der Dekanate Dreieich und Offenbach /M

Jeden Tag um 18.00 Uhr laden wir ein das Glockengeläut zum Anlass zu nehmen, eine Kerze zu entzünden, sie ins Fenster zu stellen und zu beten. Heute zum Auftakt der Aktion findet wunderbarer Weise noch eine weitere Aktion parallel dazu um 18.00 Uhr statt: Haben deutschlandweit Musikerinnen und Musiker einen Flashmob aus Fenstern und Balkonen geplant . Stimmen sie um 18.00 Uhr Beethovens Schlusschoral „Freude Schöner Götterfunken“.

An allen kommenden Abenden wollen wir in dieser Zeit die Tradition das „Angelusgebet“ um 18.00 Uhr nutzen bzw. wiederbeleben und in ökumenischer Verbundenheit es mit neuem Sinn füllen und uns zugleich untereinander über die Grenzen von Steinheim und Klein-Auheim mit anderen verbinden. Dabei ergänzen wir das „Angelusgebet“ um ein weiteres Gebet, das unsere Situation mit aufnimmt. Es geht nicht darum , dass das „Angelusgebet“ in irgendeiner Weise ersetzt! Und es geht auch nicht darum, dass auf einmal alle das „Angelusgebet“ beten müssen, obwohl es nicht der Sprache ihres Herzens entspricht . Das Angelus ist der Anknüpfungspunkt ebenso wie die zeitgleiche vielerorts evangelische Tradition des „Vaterunserläutens“. Wer in dieser Tradition steht oder sie wieder aufleben lassen möchte, der ist eingeladen, das Angelus zu beten und das neue Gebet. Wer sich in keiner der beiden Traditionen beheimatet fühlt, der kann auch nur das gemeinsame Gebet sprechen. Ziel ist, dass jetzt, wo soziale Kontakte eingeschränkt werden, wir keine gemeinsamen Gottesdienste feiern und ältere Menschen keinen Besuch mehr von den Enkeln bekommen, Menschen sich isolieren und zurückziehen… wir das Läuten und gemeinsame Beten als Möglichkeit nehmen, uns im Gebet ortsunabhängig zu vergemeinschaften. Gleichzeitig dürfen jene, die nicht mitbeten, wissen, dass wir an sie denken und auch für sie beten.

Gebetstexte:

Gebetstext von Carola Rebecca Simon zusätzlich zum „Angelusgebet“

Mein Gott, ich bin hier.

Viele, die meinem Herzen nah sind, sind jetzt fern.

Gewohntes und liebgewonnenes ist nicht möglich.

Ich sorge mich um das, was um mich herum geschieht.

Ich sorge mich um Menschen, die ich liebe und auch um Menschen,

deren Namen ich nichteinmal kenne.

Du hast die Welt und ihre Natur gut geschaffen.

Sie schenkt uns alles, was wir täglich brauchen.

Sie birgt jedoch auch Gefahren und Tod.

Du hast auch uns Menschen geschaffen,

fähig zu Liebe und Mitgefühl,

Mut und der Sehnsucht, gemeinsam diese Welt zu gestalten.

Ich bete für jene, die krank sind,

für jene, die alleine sind und isoliert.

Ich bete, dass du an der Seite derer bist,

die jetzt deine Hilfe und Kraft brauchen,

dass dein „Stecken und Stab“ ihnen wie im Psalm (23) Zuversicht verheißt.

Ich bete für jene, die sich um einen lieben Menschen sorgen

Und auch für jene, die mit all ihrem Wissen und ihrer Kunst

im Einsatz sind, um für das Leben einzustehen.

Für alle diese Menschen bitte ich um deinen Segen.

Segne du auch mich, damit wir alle diese Tage überstehen.

 

Der Engel des Herrn (Angelus):

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft,

und sie empfing vom Heiligen Geist.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.

Du bist gebenedeit unter den Frauen,

und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,

bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn,

mir geschehe nach Deinem Wort.

Gegrüßet seist du, Maria, …

Und das Wort ist Fleisch geworden

und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria,…

Bitte für uns, o heilige Gottesmutter,

auf dass wir würdig werden der Verheißungen Christi.

Lasset uns beten:

Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein.

Durch die Botschaft des Engels

haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt.

Lass uns durch sein Leiden und Kreuz

zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Das Gebet ist so angelegt, dass es nicht nur zu Corona passt. Alle anderen Kranken sind miteingeschlossen! Niemand soll sich ausgegrenzt fühlen. Wer also das Beten vlt. wieder neu für sich entdeckt hat oder einen Sinn in unserem Läuten entdeckt


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