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Stefan Seib-Melk ist neuer Dekanatsjugendreferent:

Zurück im Heimatdekanat

Zum Auftakt gab's Blumen: Gemeinsam mit der stellvertretenden Dekanin Birgit Schlegel begrüßten Dekanatsjugendreferent Carsten Preuß und Dekan Steffen Held (von links) Stefan Seib-Melk als neuen Jugendreferenten im Dekanat Dreieich-Rodgau.

Neustart direkt vor der eigenen Haustür: Anfang Oktober nahm Stefan Seib-Melk seinen Dienst als Dekanatsjugendreferent im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau auf. Die stellvertretende Dekanin Birgit Schlegel wird den Egelsbacher in einem festlichen Gottesdienst am Freitag, 26. November, um 18 Uhr in der evangelischen Kirche Obertshausen (Schönbornstraße 42) offiziell ins Amt einführen.

Der 28-Jährige folgt auf Boris Graupner, der inzwischen bei der Evangelischen Familienbildung im Kreis Offenbach im Einsatz ist und im September als Dekanatsjugendreferent verabschiedet wurde. „Es ist sehr schön, dass wir diese Stelle so schnell mit einem jungen und im Amt eines Dekanatsjugendreferenten schon erfahrenen Gemeindepädagogen besetzen konnten“, freut sich die stellvertretende Dekanin Birgit Schlegel. Die Theologin ist im Evangelischen Dekanat Dreieich-Rodgau für den Gemeindepädagogischen Dienst zuständig.

Vielfältige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit

Aufgewachsen in Egelsbach, war der Sozialpädagoge schon früh in seiner Heimatkirchengemeinde aktiv, beispielsweise als Teamer bei den Kinderbibeltagen. Gleichzeitig engagierte er sich ehrenamtlich und als Honorarkraft an Schulen, kommunalen Einrichtungen und bei Wohlfahrtsverbänden. Schon als Kind musikbegeistert, gestaltete er Musikfreizeiten und musikpädagogische Angebote für die Stadt Neu-Isenburg, arbeitete in Offenbach für die Bachschule und die Lebenshilfe sowie für das Diakonische Werk in Frankfurt und das Egelsbacher Jugendzentrum.

Studienbegleitend Berufserfahrung gesammelt

Seinem Bachelor der Sozialen Arbeit mit gemeindepädagogisch-diakonischer Zusatzqualifikation an der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD) schloss er einen Master an. Parallel dazu arbeitete er von 2017 bis zu seinem Wechsel in den Kreis Offenbach als Dekanatsjugendreferent und Gemeindepädagoge im Dekanat Kronberg. Gleichzeitig fungierte er als Jugendkoordinator der Taunusstadt.

Als Praktikant Einblicke gewonnen

Während seines Studiums hatte ihn ein Praxissemester ins Jugendreferat des früheren Dekanats Dreieich geführt. In dieser Zeit bekam er Einblick in die Arbeit des Langener Jugendtreffs Café 46 und der Jugendarbeit in Sprendlingen, Offenthal und Götzenhain. Auch an der Planung der „Juleica“-Schulung für angehende Jugendleiter, die mehrere Dekanate gemeinsam durchführen, war er beteiligt. Zudem begleitete er Dekanatsjugendreferent Carsten Preuß bei der jugendpolitischen Gremienarbeit des evangelischen Dekanats im Kreis Offenbach sowie den Organen der evangelischen Kirche. Dieser begrüßt die Unterstützung durch den neuen Kollegen: „Ich habe Stefan als engagierten Netzwerker für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen kennengelernt und bin sicher, dass er die evangelische Jugendarbeit bei uns im Dekanat überzeugend und kompetent nach innen und außen vertreten kann.“

Beteiligungsmöglichkeiten schaffen

Besonderen Wert legt Seib-Melk darauf, Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen an gesellschaftlichen Prozessen zu schaffen. Er sieht es als wichtigen Punkt seiner Arbeit, „für Jugendliche da zu sein, ihre Sorgen und Wünsche mitzunehmen und ihre Interessen in unterschiedlichen Gremien und Ausschüssen zu vertreten“. Hierfür ist es von Vorteil, dass er die Dekanatsstrukturen an seinem neuen Wirkungskreis bereits kennt – ebenso wie die meisten handelnden Personen in den Kirchengemeinden. Dies betrifft auch den Ostkreis, wie er verrät: „Meine Frau kommt aus dem Rodgau, und wir haben dort auch eine Zeitlang gewohnt.“

Kirche im Nachbarschaftsraum mitgestalten

„Für mich ist es etwas ganz Besonderes, nun in meinem Heimatdekanat arbeiten zu können“, gibt der Gemeindepädagoge offen zu. Aktuell will er sich erst einmal einen Überblick verschaffen, welche Angebote es gibt, wo Unterstützungsbedarf besteht und mit den Menschen in Kontakt kommen. Und er freut sich darauf, mit den Akteuren in den Gemeinden ein neues Konzept für die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln und somit „Kirche im direkten Nachbarschaftsraum – vor meiner Haustür – aktiv mitzugestalten.“

Mit Kooperationen arbeitsfähig bleiben

Darüber hinaus will er schauen, wo er Kooperationen anregen kann, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Dies hält er im Hinblick auf den landeskirchlichen Zukunftsprozesses „EKHN 2030“ für wesentlich, „um gemeindepädagogisch weiterhin arbeitsfähig sein zu können“. Doch darf aus seiner Sicht neben erforderlichen Einsparungen und neuen Gebäudenutzungskonzepten eines nicht aus dem Blick geraten: „Die Menschen sollen sich in der Kirche geborgen fühlen und unsere Angebote wahrnehmen.“


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